Du planst einen Apéro? Wie du die Verpflegung deiner Gäste möglichst umweltfreundlich und fair gestalten kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Unsere Ernährung ist für 24 % des CO2-Ausstosses verantwortlich. © Pexels
Du planst einen Apéro? Wie du die Verpflegung deiner Gäste möglichst umweltfreundlich und fair gestalten kannst, erfährst du in diesem Beitrag.
Text: Rahel Hänggi

Gute Vorbereitungen sind der erste Schritt zum nachhaltigen Apéro. © Pexels
Ganz gleich, ob du die Eventverpflegung selbst organisierst oder einen Caterer beauftragst – eine durchdachte Vorbereitung ist der erste Schritt zum nachhaltigen Apéro. Es gibt einige Dinge, die du bereits bei der Planung der Veranstaltung beachten kannst, damit du eine umweltverträgliche Basis für dein Buffet schaffst.
Unsere Tipps für die Vorbereitung und Bestellung:
- Entscheide dich für eine lokale Cateringfirma
- Wähle einen Anbieter mit einem ansprechenden und grosszügigen pflanzlichen Angebot
- Erhebe im Anmeldetalon die Essgewohnheiten deiner Gäste (Allergien, vegan, vegetarisch)
- Bestelle für 80 % der erwarteten Gäste, denn dies entspricht erfahrungsgemäss der tatsächlichen Teilnehmerzahl

Nur ein Drittel des Buffets sollte aus Fleischprodukten bestehen. © Pexels
Fast die Hälfte der ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen in unserem Land gehen auf Fleisch- und Milchprodukte zurück. Eine vegetarische Ernährungsweise kann den CO2-Ausstoss bereits um 24 % reduzieren, eine vegane sogar um 40 %. Für einen umweltschonenden Apéro ist daher ein sparsames Angebot an tierischen Produkten essenziell.
Tipps für den Umgang mit tierischen Produkten:
- Gestalte das Buffet nach der Faustregel von 1/3 Fleisch und 2/3 vegetarischen Produkten
- Platziere vegetarische oder vegane Speisen an erster Stelle
- Beziehe Fleisch- und Milchprodukte aus der Schweiz und in Bio-Qualität
- Beziehe Fisch mit MSC-, ASC- oder Bio-Label oder aus Schweizer Gewässern

Das pflanzliche Angebot sollte möglichst bio-zertifiziert, saisonal und regional sein. © Pexels
Um auch beim pflanzlichen Angebot einen positiven Beitrag zur Umwelt zu leisten, empfehlen wir die Auswahl von Gemüse und Obst aus regionalem, saisonalem und bio-zertifiziertem Anbau. Dadurch vermeidest du nicht nur lange Transportwege, sondern unterstützt auch eine nachhaltige Landwirtschaft ohne den Einsatz von schädlichen Pestiziden.
Empfehlungen für Obst, Gemüse, Nüsse & Co.:
- Früchte und Gemüse möglichst regional, saisonal und mit Bio-Label
- Backwaren mit Bio- oder IP-Suisse-Zertifizierung, die einen nachhaltigen Getreideanbau gewährleistet
- Exotisches: Achte bei Bananen, Nüssen, Schokolade und anderen exotischem Obst auf das Bio- und Fairtrade-Label von z.B. Max Havelaar oder Rainforest Alliance

Auch bei Getränken gilt: Bio, saisonal und regional. © Pexels
Auch bei der Auswahl von Getränken ist es wichtig, auf Bio-Qualität, saisonale Verfügbarkeit und regionale Herkunft zu achten. Bei Kaffee, Tee oder anderen exotischen Getränken versichern dir bestimmte Labels, dass die Produkte aus fairen Arbeits- und Produktionsbedingungen stammen.
Tipps für die Getränkeauswahl:
- Kaffee und Tee: Achte auf Labels wie Bio, Max Havelaar und Rainforest Alliance
- Bier und Wein: Setze auf Piwi-Weine sowie biologische und möglichst regionale Hersteller
- Fruchtsäfte: Bio, IP-Suisse und Hochstamm für Apfelsaft, Bio- und Max Havelaar-Label für Orangensaft. Andere Fruchtsäfte sollten aus der Region stammen
- Wasser: Biete Leitungswasser an, dies ist im Vergleich zu gekauftem Mineralwasser eine kostengünstige und umweltfreundliche Alternative

Mehrweggeschirr und die Mitgabe von Essensresten vermeiden Abfall. © Pexels
Um sicherzustellen, dass dein Apéro keine Ressourcen verschwendet und keinen übermässigen Abfall produziert, gibt es einige Massnahmen, die du an deinem Apéro umsetzen kannst.
Tipps zur Abfallvermeidung:
- Stelle Säckchen oder Schälchen aus umweltfreundlichen Materialien bereit, damit deine Gäste übriggebliebenes Essen einpacken und mitnehmen können
- Biete übriggebliebene Leckereien von einem Geschäftsapéro am Folgetag im Pausenraum an
- Verwende Mehrweggeschirr, um unnötigen Abfall zu reduzieren
Direkt vom Hof:
Von köstlichem Blütenhonig über knuspriges Bauernbrot bis zu feinem Kirsch von Hochstammobstbäumen – acht Höfe und zwei Weingüter im Kanton Basel-Stadt bieten all das und mehr. Wenn du für deinen nächsten Apéro ihre Produkte beziehen willst, findest du hier weitere Infos.
Saisontabelle:
Du hast den Überblick verloren, wann welches Obst und Gemüse in Saison ist? Kein Problem. Auf der Saisontabelle von Bio Suisse oder auch im Ratgeber von WWF kannst du dich rasch und unkompliziert informieren.
Labels:
Ob Max Havelaar, Rainforest Alliance oder Demeter: Nachhaltigkeitslabels gibt es viele. Was sie genau bedeuten und welche von ihnen besonders empfehlenswert sind, kannst du unter labelinfo.ch nachlesen.
Checkliste für nachhaltige Verpflegung:
Du hättest die Tipps für die nachhaltige Verpflegung gerne auf einen Blick? Auf diesem Merkblatt des Bundesamtes für Umwelt BAFU sind die wichtigsten Punkte zusammengefasst.
Saubere Veranstaltung:
Unter www.saubere-veranstaltung.ch findest du einen hilfreichen Überblick mit über 50 zentralen Empfehlungen, die dir dabei helfen, deine gesamte Veranstaltung nachhaltiger zu gestalten.
Mehrweggeschirr im Kanton Basel-Stadt
Wenn du im öffentlichen Raum der Stadt Basel Getränke zum unmittelbaren Verzehr verkaufst, musst du Mehrweggeschirr verwenden. Dies gilt auch für öffentliche Veranstaltungen auf privatem Grund mit mehr als 500 Personen. Weitere Informationen findest du hier.